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Was ist Bildsprache? Definition + 7 Tipps zur Umsetzung

Alle sprechen immer über Bildsprache, Bilderwelten und ähnliches. Aber was ist das eigentlich genau?

Wie der Name sagt, es geht um Bilder. Alle Bilder, die ein Unternehmen für verschiedenste Zwecke einsetzt. Im Idealfall passen diese Bilder zusammen. Dann ergeben sie eine sogenannte Bilderwelt und sprechen alle dieselbe Sprache. Die Bildsprache. So einfach ist das. Eine aussagekräftige Bilderwelt ist Teil des Corporate Designs, genau wie z.B. Farben und Schriften. Sie ist dafür zuständig, dass man die Marke auf den ersten Blick erkennt – sogar ohne näher hinzusehen.

Wie gelingt es, eine Bilderwelt zu schaffen, die man auf den ersten Blick mit dem Unternehmen verknüpft? Wie schafft man Bilder mit Wiedererkennungswert? Wie können Sie Ihren Bildern eine eigene Sprache beibringen? Eine Sprache, die Ihre Zielgruppe versteht und die ihr gefällt. Eine Bilderwelt ist viel mehr als eine Sammlung von Fotos und/oder Illustrationen. Sie ist ein Baustein Ihrer Identity. Deshalb sollten Sie einige wichtige Aspekte definieren, bevor Sie mit der Entwicklung der Bilderwelt beginnen:

1. Werte

Für welche Werte steht Ihr Unternehmen?

Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit besonders wichtig? Wie möchten Sie wahrgenommen werden? Hier erfolgt der Übertrag der inhaltlichen Aussage auf das Bildmaterial. Was genau zeige ich? Meine Produkte, Mitarbeiter, eigene Arbeitsergebnisse oder die Zielgruppe im allgemeinen? Verwende ich inszenierte Fotos oder »zufällige« Motive?

2. Stil

Studioaufnahmen oder Outdoor-Fotos? Eigenes Shooting oder (aufgemotztes) Stockmaterial? Oder nutze ich eine andere Darstellungsweise? In welchem Stil lassen sich die Inhalte am besten realisieren? Manche Themen lassen sich besser illustrieren als fotografieren. Ein Mix aus Foto und Typografie, Foto/Illustration, Illustration/Typografie – oder auch andere Varianten – kann reizvoll sein und eine ganz eigene Ästhetik schaffen, die hängen bleibt.

Hier sechs Beispiele, wie unterschiedlich man eine weiße Tasse, gefüllt mit Kaffee, von oben dargestellt, umsetzen kann.

3. Formen und grafische Elemente

Auch eine Kombination aus Bildmaterial mit bestehenden Elementen aus Ihrem Corporate Design (nicht beliebige!) erhöht den Wiedererkennungswert: Sich wiederholende Flächen in Ihrer Hausfarbe, ein dicker Rahmen, der Ihre Motive umrandet, ein Stempel/Button oder Label. Der Vorteil hier: Sie können auch mal Stockfotos verwenden, da sie nicht mehr sofort erkennbar sind.

Beispiel: Stylische Bilder mit einer transparenten pastelligen Fläche über einem attraktiven Foto – und alle harmonieren perfekt. Das ist natürlich kein Zufall, dahinter steckt ein Konzept. Man nehme helle Nahaufnahmen, bereitet die Fläche und legt noch eine Schreibschrift drüber. Fertig ist das Artikelbild oder der Post. Man muss nur aufpassen, dass man zwar »mit der Mode geht«, die Bilder aber trotzdem irgendwie anders aussehen.

4. Fotografien und Bilddatenbanken

Für individuelle Fotos als Basis für die Bilderwelt ist es naheliegend, einen Fotografen zu beauftragen. Beachten Sie dabei:
Ein professionelles Shooting erfordert neben einem gewissen Budget auch passende Produkte oder Personen für die Motive. Wenn Sie keine Produkte vertreiben, sondern z.B. Dienstleistungen, dann bleiben nur noch Personen. Dafür brauchen Sie passende Models, die entweder der Fotograf buchen oder aus Ihrem Umkreis rekrutiert werden müssen. Das ist eine wirklich gute Lösung mit authentischem Ergebnis. Es bedeutet aber einen gewissen planbaren Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich.

Genau aus diesem Grund sind die Bilddatenbanken so beliebt. Sie bieten eine schier unendliche Auswahl an Fotos, Illustrationen, Vektorgrafiken. Man kann sie komfortabel sortieren, nach Motiv, Format, sogar Farbgebung. Und der Preis ist in den allermeisten Fällen erstaunlich niedrig. Wer macht da noch ein Fotoshooting?

Doch Vorsicht, diese Stockbilder kennen andere auch. Manche Fotos von freundlichen Menschen mit Telefonhörer sind mir konkret schon mehrmals auf diversen »Service« oder »Hotline«-Seiten aus unterschiedlichsten Branchen aufgefallen. Manchmal sind die Models einfach zu perfekt. Das nimmt Ihnen keiner ab. Lieber die eigene (echte) Assistentin nehmen, auch wenn sie keine Model-Features hat. Die Kunden begrüßen es, glauben Sie mir.

Doch was ist mit all den anderen Themen, die Sie nicht mit Fotos Ihrer Produkte, Mitarbeiter oder Firmenräume abdecken können? Auch hierfür gibt es Lösungen – sogar mit Stockfotos.

5. Farben, Stimmungen, Stilelemente

Schwerpunkt auf der Hausfarbe, Farbstimmung oder eine immer gleiche Lichtsituation schaffen Einheitlichkeit. Oder Sie setzen den Schwerpunkt auf Perspektive, Schärfen und Unschärfen, schwarz-weiß oder monochrom? Die konsequente Umsetzung ist wichtig. Die in Punkt 1 definierten Werte müssen immer und immer wieder umgesetzt werden. Deshalb zahlt es sich aus, einen eigenen Weg zu finden.

Das Finden dieses eigenen Wegs ist meine Spezialität. Ich schaffe meinen Kunden ein Repertoire an Elementen, die man miteinander kombinieren kann. Fotos, verfremdete Fotos, Illustrationen, in unterschiedlichen Kombis. Das schafft eine Stimmung, die speziell ist. Da kann auf einem Bild mal viel los sein – es darf aber auch gern reduziert zugehen.

6. Anpassung für unterschiedliche Anwendungen

Ihre Motive müssen nicht immer und überall gleich aussehen. Klingt wie ein Widerspruch zum Rest, ist es aber nicht. Nur Bildsprache, die alltagstauglich ist, kann auch konsequent eingesetzt werden.

Für langlebige Projekte, wie Webseiten oder Imagebroschüren kann man auch eine ziemlich aufwändige Bildsprache entwickeln. Aber in der Folge wäre es viel Arbeit, diese für die kleinen Aufgaben des Alltags 1:1 durchzuziehen.

Eine durchdachte Bildsprache kann auch heruntergebrochen werden, denn sie bleibt durch das Wiederholen charakteristisch auffälliger Elemente wiedererkennbar. So ermöglicht sie eine Anwendung, die nicht für jeden Social-Media-Post einen Profi erfordert.

7. Treue und Konsequenz

Die ersten Punkte machen Arbeit, die sich auszahlt (in jeder Hinsicht). Haben Sie Ihre Bilderwelt erst einmal definiert, bleiben Sie konsequent. Nutzen Sie die Elemente und die Erfahrungen, die Sie im Einsatz mit Ihrem Bildmaterial gemacht haben. Und vergessen Sie nicht: Nur durch Wiederholung tritt der Wiedererkennungseffekt ein! Auch große Autovermieter wurden nicht nach dem ersten Plakat sofort erkannt.

Falls Sie bis hierher gelesen haben und dachten: »Immer das gleiche, wie öde«: Wenn Sie eine Bilderwelt wählen, die wirklich zu Ihnen passt, dann wird Sie kein einziges Motiv langweilen. Versprochen.

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